EOS 550D

Tutorial: DSLR – Blende & Schärfentiefe

Hallo Leute!

Ich habe mir überlegt, ich werde nun mehr Tutorials und ähnliches schreiben, hauptsächlich um euch zu helfen. Das gibt es zwar nun zur genüge, aber viele Dinge sind nur grob erklärt oder setzen Technisches Verständnis voraus, welche nicht jeder aufweisen kann.

Vorab: Ich setzte in diesem Tutorial als Voraussetzung, dass Ihr im Manuellen Modus (M)  arbeitet.

Was ist die Blende

Die Blende, genauer gesagt der Blendenwert, beschreibt wie weit geöffnet oder geschlossen eure Lamellen im Objektiv selber sind.

Hier entsteht oft Verwirrung: Je größer der Blendenwert (f) ist, desto kleiner/geringer ist der Lichteinfall auf den Sensor/Film.
Ebenso anders rum: Je kleiner Blendenzahl (f) ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor/Film.

Grundsätzlich

Die Blende ist abhängig von der Verschluss/Belichtungszeit (!). Wollt ihr kurze Belichtungszeiten haben, besonders im Bereich der Sport, Tier und Nachtfotografie wichtig und notwendig, doch vielen sind die Nachteile nicht bekannt: An Kanten kommt es oft zu Verwaschungen oder bei älteren Kameramodellen  gar zu Treppen Effekten.

Je nach Situation ist sowas leider nicht vermeidbar, in der Party-Fotografie hat man zumal oft schlechte Lichtverhältnisse, wenig Zeit und viel um einen herum. Hier brauch man dann am besten den kleinsten Blendenwert, eine kurze Belichtungszeit und eine angemessene ISO.

Tipps & Tricks

Habt ihr gutes Licht (hell und Tageslicht) könnt ihr den Blendenwert deutlich erhöhen, denkt aber an die Belichtungszeit, diese muss dementsprechend erhöht werden. Hierbei Empfiehlt sich eine ISO bis max. 800 (ich nutze selten mehr als 400). Dadurch müsst ihr zwar länger Belichten, habt im Ergebnis aber deutlich weniger rauschen.

Jetzt kommt das schöne: Habt ihr einen hohen Blendenwert, erreicht ihr eine deutlich größere und schönere Schärfentiefe. Aber Vorsicht sind die Lamellen bis zum Maximum geschlossen (höchster Blendenwert) kann es zu Beugungen im Bild kommen.

 

Wollt ihr Beispielsweise den Hintergrund schön verschwommen und unscharf haben, benötigt ihr einen kleinen Blendenwert. Sollen jedoch Kanten und Details scharf dargestellt werden, müsst ihr den Spieß um drehen.

Zu beachten wäre dann allerdings, dass Objekte welche nur leicht in Bewegung sind (Beispielsweise Blätter eines Baumes) verwackeln können, da länger Belichtet werden muss.

Ein grobes Beispiel

Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte, daher zwei Beispiele:

Canon Settings

Einstellungen zu Bild 1

bild1 hoher Blendenwert

Bild 1

Canon Settings

Einstellungen zu Bild 2

bild2 kleiner Blendenwert

Bild 2

 

 

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